Rückweiler

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Solarpark Einweihung 17

Bei der offiziellen Einweihung des Solarparks Rückweiler hielten Firmenvertreter und Lokalpolitiker Rückblick auf Planung und Umsetzung des Projekts. Bei Regenwetter fanden sich nur zehn Einwohner zur Besichtigung des Geländes ein. Auf "Weiterlesen" öffnet sich ein ausführlicher Bericht zur Einweihung aus der Nahe-Zeitung.

Rückweiler. Flotte Umsetzung, lange Planung: Nach knapp zweimonatiger Bauzeit wurde der Solarpark Rückweiler im vergangenen Juni in Betrieb genommen. Bei der offiziellen Einweihung der Anlage, die sich nahe der Autobahn 62 befindet und die erste ihrer Art in der Verbandsgemeinde Baumholder ist, hielten Firmenvertreter und Lokalpolitiker kürzlich Rückblick auf Planung und Umsetzung des Projekts. Bei Regenwetter fanden sich nur zehn Bürger vor Ort ein.

Auf einem etwa 3,5 Hektar großen Gebiet wurden zwischen Frühjahr und Sommer 7.414 Solarmodule installiert – bei 1,5 Hektar handelt es sich um gemeindeeigene Fläche, der Rest ist Privatbesitz. Rund 2.700 Euro jährliche Pachteinnahmen bringt die Maßnahme der Kommune. Außerdem gab die saarländische Betreiberfirma Sunera Erneuerbare Energien GmbH einen Zuschuss in Höhe von 1.000 Euro für den Neubau der Grillhütte im Höhwald. Die Aufstellung der Solaranlage war im Gemeinderat umstritten: Neben dem Eingriff in die Natur bemängelten einige Gremiumsmitglieder auch die Höhe der Pachteinnahmen. Von „Landschaftsverschandelung“ sprach ein Bürger bei der Einwohnerversammlung im vergangenen März.

Als „gute Einnahmequelle“ bezeichnete hingegen Ortsbürgermeister Lutz Altekrüger das Projekt, für dessen Umsetzung er die Mehrheit der Ratsmitglieder überzeugen konnte. Rückendeckung erhielt Altekrüger zudem von VG-Bürgermeister Bernd Alsfasser: „Etwas Besseres kann der Gemeinde gar nicht passieren“, bekundete der Rathauschef.

Knapp zwei Megawatt Leistung generieren die Module im Solarpark. „Mittels der Anlange werden pro Jahr 586,72 Tonnen an Kohlenstoffdioxid-Emissionen vermieden und der Jahresbedarf von 580 Haushalten wird gedeckt. Da sich der Strom von der Erzeugung immer den kürzesten Weg zum Verbraucher sucht, wird Rückweiler bei Sonnenschein komplett durch den Solarpark versorgt“, informierten Sunera-Geschäftsführer Hermann Lang und Andreas Thiele.

„Die Photovoltaikanlage besteht aus langlebigen Komponenten, die sich nach einer 25- bis 30jährigen Laufzeit rückstandsfrei und ohne Kosten für die Gemeinde entfernen lassen. Wir gehen davon, dass die Energie, die zur Herstellung der Materialien aufgewendet wurde, nach etwa drei Jahren erzeugt ist“, führte Thiele im Gespräch mit der NZ weiter aus. Der kurzen Bauzeit des Solarparks war eine lange Planungsphase vorausgegangen, die bereits im Januar 2016 anlief: „Dabei mussten einige Schwierigkeiten überwunden werden“, erinnert sich Lang, der beispielsweise die Vermeidung von Blendwirkungen für den vorbeiführenden Verkehr sowie ökologische Auflagen nannte. Den Bau eines weiteren Solarparks zieht Ortsbürgermeister Altekrüger in Betracht.  „Wir sind für weitere Kooperationen offen“, bekundeten auch die Vertreter von Sunera. Schwierig ist jedoch die Suche nach einer ausreichend großen gemeindeeigenen Fläche, die gleichzeitig die Auflagen des Gesetzes für erneuerbare Energien (EEG) erfüllt. Hier müssten erneut Kompromisse mit Privatbesitzern gefunden werden, sagte Altekrüger. (bw)

Unser Bürgermeister

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Ortsbürgermeister von Rückweiler ist

Lutz Altekrüger.

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