Rückweiler

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Bistumsreform und Priestervakanz - wie geht es weiter mit der Herz-Jesu-Pfarrgemeinde? Auf "Weiterlesen" öffnet ein Artikel aus der NZ, der sich mit der Zukunft des Pfarrlebens auf der Heide beschäftigt.

Umstrukturierung macht Gläubigen Sorgen

Kirche Organisationsaufwand wird steigen

Von unserem Mitarbeiter Benjamin Werle

Heidegemeinden. Mit der Zukunft des Pfarrlebens auf der Heide beschäftigten sich rund 80 Mitglieder und Räte der katholischen Herz-Jesu-Gemeinde Rückweiler im Rahmen einer Pfarrversammlung im Jugendheim. Das Gebiet des Bistums Trier soll ab dem Jahr 2020 in 35 Großpfarreien umstrukturiert werden. Das Dekanat Birkenfeld, darunter auch die Pfarreiengemeinschaft Nahe-Heide-Westrich, der die Herz-Jesu-Gemeinde zugehörig ist, sowie die Pfarreiengemeinschaft Kirn werden zur Großpfarrei Idar-Oberstein – ein fast 1000 quadratmetergroßes Gebiet mit rund 22.400 Katholiken. Die Umgestaltung begründet das Bistum mit der seit Jahren rückläufigen Zahl an Gläubigen und chronischen Priestermangel. Fest steht: Mit der Reform wird sich das Pfarrleben vor Ort verändern. Die Kirchgänger müssen sich auf Einschnitte gefasst machen.

Die Mitglieder der Herz-Jesu-Gemeinde sind besorgt: Kirchliche Feste und Traditionen ziehen sich auf der Heide wie ein roter Faden durch das Kalenderjahr. Beginnend mit Neujahrsempfang und Sternsinger-Aktion über Pfingsten und Fronleichnam bis hin zu Erntedankfest und Weihnachtskonzert – um nur einige zu nennen - vergeht dort kaum ein Monat ohne die öffentliche Feier eines christlichen Brauchtums. Ob kirchliche Veranstaltungen mit Lokalcharakter auch in einer künftigen Großpfarrei noch möglich sein werden? – mit dieser Frage beschäftigten sich die Versammelten im Jugendheim. Die größte Sorge der Herz-Jesu-Gemeinde ist jedoch, dass das Gotteshaus in Rückweiler im Zuge der Reform geschlossen werden könnte. „Wo Glaube gelebt und gefeiert wird, werden die Kirchen vor Ort und deren Traditionen weiter Bestand haben“, beruhigte Anne Kiefer, Gemeindereferentin der Pfarreiengemeinschaft Nahe-Heide-Westrich, im Gespräch mit der NZ.

Abnehmen werde hingegen die Regelmäßigkeit der Gottesdienste in den einzelnen Kirchengemeinden, informierte Kiefer, die gemeinsam mit dem Arbeitskreis Gottesdienste und Liturgie ein Konzept für die künftige Gestaltung der Seelsorge entwickelt hat. Demnach sollen in der Pfarreiengemeinschaft Nahe-Heide-Westrich jeden Samstag um 18.30 Uhr  und jeden Sonntag um 10 Uhr verbindlich jeweils eine Eucharistiefeier und ein Wortgottesdienst pro Wochenende stattfinden. Die Kirchengemeinden wechseln sich dabei als Veranstaltungsorte ab. Bernadette Klein, Vorsitzende des Pfarrgemeinderats in Rückweiler, sieht die ehrenamtlichen Kirchenmitarbeiter durch die Bistumsreform vor große Herausforderungen gestellt: „Die freiwilligen Helfer werden künftig noch stärker in die Pflicht genommen. Der Organisations- und Verwaltungsaufwand für die Räte wird steigen“, meinte Klein, die an die Mitglieder der Herz-Jesu-Gemeinde appellierte, alle Kräfte  für die bevorstehenden Aufgaben zu bündeln.

Die Pfarreiengemeinschaft Nahe-Heide-Westrich ist seit mehreren Wochen vakant. Pastor Matthias Schmitz wechselte Mitte August in einen neuen Aufgabenbereich, hält jedoch vorerst noch Gottesdienste in seinen angestammten Kirchengemeinden. Am Sonntag, 15. Oktober, wird der Geistliche um 10 Uhr im Rückweilerer Gotteshaus offiziell verabschiedet und ein neues Seelsorgeteam, das sich aus Dechant Clemens Kiefer, Pfarrer Alfons Schmitz und Kaplan Jijo Kunnumpurath zusammensetzt, vorgestellt. (bw) Nahe-Zeitung, 29.September 2017, Seite 19.

Unser Bürgermeister

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Ortsbürgermeister von Rückweiler ist

Lutz Altekrüger.

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